Datenschutzbehörden werten Vorstellungsgespräche über Skype als unzulässig

Die Aufsichtsbehörden überprüften die datenschutzrechtliche Zulässigkeit aktueller Bewerberauswahlverfahren. Hier wurden Videointerviews mit Skype und Co. unter die Lupe der Behörden genommen.

Das Ergebnis macht fassungslos (hier der Link zum Tätigkeitsbericht):

Die Aufsichtsbehörden sehen bei den vorliegenden Sachverhalten keine Rechtsgrundlage für eine Datenerhebung mittels moderner Kommunikationstechnik. Die datenschutzrechtliche Zulässigkeit folgt weder aus § 32 Abs. 1 BDSG, noch kann sie mit einer Einwilligung des Bewerbers begründet werden.

Es besteht keine Erfordernis für solche Instrumente? Wahnsinn!

Recruitingvorreiter, Jo Diercks hat es treffend auf den Punkt gebracht:

Ich meine, da monieren die Datenschutzbehörden den Einsatz von Skype für Job-Interviews und auf der anderen Seite bietet die wahrscheinlich größte Behörde Deutschlands – die Bundesagentur – einen Chatbot über WhatsApp an, noch dazu gerichtet an Schüler, also Minderjährige… Muss man nicht verstehen…

Ja, dass muss man wirklich nicht verstehen!